selbstheilender Asphalt

Forscher der Technischen Hochschule Delft schafften es einen Straßenbelag zu entwickeln, der sich selbst heilt. Dazu wird dem Asphalt Stahlwolle, ähnlich einem Topfschwamm,  beigefügt. Diese ist induktionsfähig und mittels einer Maschine, die ein Magnetfeld erzeugt, wird der Asphalt erhitzt, schmilzt und schließt so bereits kleine Risse bei 85° C.

Allerdings ist dieser ca. 25% teurer als herkömmlicher Asphalt und er funktioniert nicht bei Betonfahrbahnen.

Aber auch dort hat man eine Lösung gefunden. Dem Beton werden Bakterienkulturen beigefugt, die 200 Jahre überleben können. Dort wo Feuchtigkeit in den Beton eindringt, erwachen die Bakterien und nehmen Calciumlactat als „Futter“ auf. Ihre Ausscheidungen sind Kalkstein. So mauern sie sich und die Risse ein.

Vorteil ist, dass sich diese Technik auch auf bereits vorhandene Fahrbahnen anwenden lässt, indem man ein Lösung aus Bakterien und Calciumlactat auf die Straßen sprüht.

In München untersucht man Ansätze, bei denen Harzkapseln mit in die Fahrbahn eingebracht werden. Bei Schäden platzen diese und verschließen die Risse.

Serienreife hat allerdings noch keiner der Ansätze. Das Bundesverkehrsministerium rechnet erst 2030 mit der Verfügbarkeit der „intelligenten Straße“.

 

Quelle: t-online.de